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Elternschaft und Kinder

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem steten Wandel, dies bestimmt und beeinflusst das Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und den Kindern bzw. das rechtliche Eltern-Kind-Verhältnis.

 

Die Familie ist im Wandel:

  •  Uneheliche, bzw. eheliche Kinder sind allgegenwärtig.
  • Kinder geschiedener Eltern sind heute keine Seltenheit mehr.
  • Viele befürworten, dass gleichgeschlechtliche Partner Kinder haben dürfen.
  • Künstliche Befruchtungen werden häufig durchgeführt.
  • Adoptionen werden vermehr vorgenommen.

Die Gesetzgebung muss auf diese Neuerungen eingehen und das Familienrecht stets neu gestalten. Unsere Anwälte sind Experten im Familienrecht und unterstützen Sie das Interesse Ihrer Kinder zu wahren. Wir beraten und vertreten die Interessen Ihrer Familie gegenüber den Behörden und auch vor Gericht.

 

Elternschaft

Das Kindesverhältnis entsteht in der Schweiz durch:

  1. Die Geburt (zwischen dem Kind  und der Mutter)
  2. Die Heirat (zwischen dem Kind und dem Vater)
  3. Anerkennung der Vaterschaft (zwischen dem Kind und dem Vater)
  4. Gerichtliche Feststellung
  5. Adoption

Wir beraten und vertreten Sie bei sämtlichen Belangen der Vaterschaft. Eine Anfechtung oder Anerkennung der Vaterschaft hat weitreichende rechtliche Konsequenzen

Die elterliche Sorge

Früher hiess es im Gesetz "elterliche Gewalt". Die elterliche Sorge stellt die Grundlage für alle erzieherischen Massnahmen dar. Auch die Vertretung des Kindes und die Verwaltung des Vermögens der Kinder unter 18 Jahren steht nach dem neu revidierten Familienrecht den Eltern zu. Im Zentrum der elterlichen Sorge steht stets das Wohl des Kindes.

 

Elterliche Sorge gemäss ZGB 296-306 bedeutet zusammengefasst:

Die Kinder stehen, solange sie unmündig sind, unter elterlicher Sorge. Dabei haben Vater und Mutter gemeinsam und mit Blick auf das Wohl des Kindes seine Pflege und Erziehung zu leiten, und treffen  unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungsfähigkeit die nötigen Entscheidungen. Das heisst, je älter ein Kind wird, desto mehr Freiheit zur Lebensgestaltung sollen ihm die Eltern gewähren.

Wovon hängt die Berücksichtigung der Meinung des Kindes bei der Zuteilung des Sorgerechts ab?

Von seinem Alter (ab zirka 6 Jahren werden die Kinder vom Richter angehört)

 

Laut ZGB gibt es keine festgeschriebene Rollenverteilung! Ehepaar entscheidet selber, wer berufstätig und wer den für den Haushalt zuständig ist.

  • Ziel der Elterlichen Fürsorge

    • Voraussetzungen schaffen für glückliches Aufwachsen in tragendem sozialem Umfeld
    • Positive Einstellung zum Leben vermitteln
    • Respekt gegenüber Mitmenschen und Leben vorleben
    • Anleitung zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
    • Verhinderung der sozialen Problemspirale

 

  • Haltung gegenüber dem Kind (Rechtssprache: Kind =Erziehungsbefohlene/r)

    • Bereitschaft zur Fürsorge
    • Teilweiser Verzicht auf Erfüllung eigener Bedürfnisse
    • Sich Zeit nehmen für das Kind
    • Positives Menschenbild vermitteln und erleben lassen
    • Lebensfreude vorleben und vermitteln
  • Pflege und Fürsorge

    • Lebensnotwendige Pflege- und Schutzmassnahmen treffen
    • Gesundheit erhalten und fördern
    • Emotionalen Halt und Zuwendung geben

 

  • Förderung

    • Anreize und Impulse geben
    • Lernen durch Spiel ermöglichen
    • Anleitung zur Beschäftigung vermitteln
    • Neugier und Interessen wecken
    • Anleitung zu sinnvollen Aktivitäten geben
    • Lebenserfahrung ermöglichen

 

  • Soziale Geborgenheit und Beziehungsnetz

    • Nestwärme erfahren lassen
    • Sicherheit geben
    • Emotionalität ausleben lassen
    • Verlässlichkeit vorleben
    • Individualität fördern
    • Selbstwert stärken

 

  • Erziehung

    • Halt geben
      o    Wohlwollen entgegenbringen
    • Grenzen setzen
    • Normen und ethische Grundsätze vermitteln
    • Forderungen stellen
    • Verzicht lehren
    • Gemeinschaftssinn fördern
    • Verantwortung übertragen
    • Anspruchshaltung ausbalancieren
    • Respekt und Anstand gegenüber andern Menschen

 

Der Unterhalt

Bis zur Mündigkeit, ja sogar bis zum Abschluss der Erstausbildung sind die Eltern für den Unterhalt Ihrer Kinder verantwortlich. Diese Pflicht müssen beide Elternteile tragen, auch wenn die Eltern nicht mehr zusammen leben. Die Unterhaltspflicht der eigenen Kinder besteht unabhängig von:

  • dem Sorgerecht
  • der Obhut
  • dem persönlichen Beziehung zum Kind

Wir unterstützen Sie bei allen familienrechtlichen Fragen bezüglich des Kindesunterhaltes.

 

Die Adoption

Eine Einzelperson oder ein Ehepaar nimmt einfremdes Kind wie ein eigenes an und zwar mit allen rechtlichen Folgen.

Das adoptierte Kind erhält den Namen und das Bürgerrecht der Adoptiveltern bzw. der adoptierendenPerson. Es erhält Rechte und Pflichten wie ein eigenes Kind der Adoptiveltern bzw. der adoptierenden Person. Es verliert gleichzeitig die Rechte und Pflichten gegenüber den ehemaligen Eltern.

 

Voraussetzungen und Wirkung der Adoption

  • Während mindestens 1 Jahr müssen die künftigen Adoptiveltern dem Kind Pflege und Erziehung erwiesen haben (ZGB Art. 264 )
  • Die Ehegatten müssen5 Jahre verheiratet sein oder das 35. Altersjahr zurückgelegt haben (ZGB Art. 264a Abs. 2 ).
  • Das Kind muss mindestens 16 Jahre jünger sein als die Adoptiveltern (ZGB Art. 265 Abs. 1 ).
  •  Die Adoption bedarf bei Unmündigkeit in der Regel der Zustimmung der Eltern des  Kindes (ZGB Art. 265a Abs. 1 ).
  • Die Zustimmung zur Adoption darf frühestens6 Wochen nach der Geburt des Kindes erteilt werden (ZGB Art. 265b Abs. 1 ).
  • Die Adoptiveltern dürfen ohne ihre Zustimmung den Eltern des Kindes nicht bekannt gegeben werden (ZGB Art. 268b ).

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Die Anwaltskanzlei Wittibschlager ist die zentrale Anlaufstelle für Familienrecht und Erbrecht.

 

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